Hand in Hand im Einsatzfall - die WW Bad Aibling und die FW Kolbermoor üben ihre Zusammenarbeit
Mi, 08. Sep 2010, Kolbermoor
Veranstalter: Wasserwacht Ortsgruppe Bad Aibling

Seit 2009 ist es amtlich: Mit der Novellierung des Bayrischen Rettungsdienstgesetzes wurde festgeschrieben, dass die Wasserrettung in Bayern Wasserwacht und DLRG obliegt. Die Feuerwehr bot an die beiden Hilfsorganisationen tatkräftig zu unterstützen. Sie wird seither bei jedem Notfall mitalarmiert. Die Vorteile dieser Zusammenarbeit liegen auf der Hand: Die Wasserwacht verfügt über die notwendigen Spezialkenntnisse und Erfahrungen sowie die richtige Ausrüstung bei Einsätzen an Gewässern. Die Feuerwehr bietet Ortskenntnisse, die technische Ausrüstung sowie eine Vielzahl an Einsatzkräften. Gemeinsam ist man so noch schlagkräftiger, was der verunglückten Person die bestmögliche Versorgung bieten kann. Um diese Zusammenarbeit zu üben, organisierte die Wasserwacht Bad Aibling eine gemeinsame Übung mit der Feuerwehr Kolbermoor, welche dieses Angebot gerne annahm.
Man verabredete sich am vergangenen Montagabend beim E-Werk nähe des Conradty-Geländes, da hier die optimalen Bedingungen herrschten. Nach einer kurzen Einführung durch den Vorsitzenden der Kreiswasserwacht Christian Förster, der betonte, dass das Miteinander stets im Vordergrund stehen sollte, erhielten die jungen Einsatzkräfte der Feuerwehr eine kurze Einweisung. Es gab zwei Stationen, bei denen die Feuerwehrler die Arbeit der Wasserwacht kennenlernen durften. Zum einen ging es darum eine so genannte „Schlauchbootfähre“ aufzubauen. Hier zeigten die Wasserwachtler wie man mit Hilfe mehrerer Leinen ein Schlauchboot „in“ den Fluß hängen kann, um schnell, effizient und gleichzeitig gut gesichert von einer Uferseite zur anderen zu kommen. Ein optimales Rettungsmittel bei Fließgewässern. Sehr hilfreich erwiesen sich hierbei die gute technische Ausstattung der Feuerwehr Kolbermoor und der sichere Umgang der Einsatzkräfte damit – auch im Einsatzfall ein Plus. Bei der zweiten Station ging es um den Selbstversuch. Die jungen Männer und Frauen sollten selbst einmal im Fließgewässer schwimmen, natürlich gesichert durch ihre Feuerwehrkollegen und die Aiblinger Wasserretter– noch eine wichtige Lektion, die sie von den Wasserwachtlern erlernten.
Alles in allem, waren sich alle Einsatzkräfte vor Ort einig: Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Hilfsorganisationen ist wichtig und für alle von Vorteil. Eine Übung bevor es zum Einsatzfall kommt, klärt die Möglichkeiten und Aufgaben jeder Einsatzkraft. So kommt es im Ernstfall zu keinen Verzögerungen aufgrund von Abstimmungsschwierigkeit. Nicht zuletzt half die Übung allen Beteiligten die Aufgaben der anderen besser zu verstehen und vielleicht noch mehr Respekt vor den Fähigkeiten der anderen zu haben. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Übung ein voller Erfolg war und möchten dies gerne wiederholen.