Worldcup gesichert und Wildwasser geübt

Veranstalter: Wasserwacht Ortsgruppe Bad Aibling

Wie auch in den vergangenen Jahren richtete der österreichische Kanuverband seine Bitte zur Streckensicherung an das erfahrene Team der Wasserwacht Bad Aibling. Selbstverständlich kam man dieser Bitte gerne nach und nutze so die Chance einer einmaligen Übungsmöglichkeit.

So kam es, dass vom 01. bis 04. Juli 2010 insgesamt 22 Wasserwachtler den Wildwasser Kanuworldcup in Lofer (Österreich) absicherten. Unter der Verantwortung der Aiblinger Kollegen nahmen noch Kameraden aus sechs weiteren Ortsgruppen teil und machten so die Veranstaltung zum gewohnt sicheren Event.

Auch wenn in diesem Jahr der Wasserstand der Saalach durch die hohen Temperaturen um 1,5 Meter niedriger war als noch in den vergangenen Jahren, gab es genügend zu tun. Gerade der geringe Wasserstand kanalisierte den Flusslauf noch stärker als sonst üblich. Dadurch erreichte er stellenweise eine höhere Fließgeschwindigkeit. Zudem traten nun auch Felsen zum Vorschein, welche sonst überspült waren. Dies alles verlangte den Wasserwachtlern stets vollste Aufmerksamkeit ab.

Eine Aufgabe die angesichts der großen Hitze durchaus zur Herausforderung werden konnte, immerhin trugen sämtliche Springer eine vollständige Wasserretterausrüstung inklusive Neoprenanzug. Daher ist es nicht verwunderlich, dass jede Pause für abkühlende Sprünge im Minutentakt genutzt wurde.

Glücklicherweise konnten sich alle gekenterten Sportler wieder selbstständig aufrichten, bzw. in Sicherheit bringen. Somit standen am Ende der Veranstaltung lediglich zwei Materialbergungen und eine Erste Hilfeleistung zu Buche. Zwar war in diesem Jahr der Arbeitsaufwand geringer als in den Vorjahren, dennoch leistete man insgesamt 312,5 Einsatzstunden.

Um die Freizeit und die Örtlichkeit optimal auszunutzen, beschlossen die Retter zudem am Freitagabend noch einen Teil der Worldcupstrecke hinab zu schwimmen. So übte man verstärkt das Passivschwimmen, durchschwamm Kehrwasser und übte die Rettung aus starken Wirbeln. Selbstverständlich durften Sprünge ins Wildwasser wie auch das durchschwimmen von Rutschen nicht fehlen.

Alles in allem war der Sicherungseinsatz in diesem Jahr verhältnismäßig ruhig, der Lerneffekt aber keineswegs geringer. In einer abschließenden Besprechung mit dem Kanuverband erntete man zudem noch dessen großen Dank und bekam für die Zukunft das uneingeschränkte Vertrauen ausgesprochen. Mit diesem großen Lob ging den Helfern das mühselige Aufräumen gleich viel leichter von der Hand und freut sich schon auf den nächsten Worldcup 2011.

Stephan Braun – Technischer Leiter Wasserwacht Bad Aibling